Paradoxien

begegnen uns auf Schritt und Tritt : Ein Klassiker
ist die Zenonsche Paradoxie von Achilles und der
Schildkröte , die durch einen Trick (Analysis) über-
wunden , aber nicht beseitigt wurde (auch wenn
Schullehrer anderes behaupten).

Das Geburtstagsparadoxon besagt , daß 2 von 23
Personen (ohne Beachten des Jahrgangs) mit
einer Wahrscheinlichkeit von über 50% am glei-
chen Tag Geburtstag haben.

H. Meschkowski betont im Buch “Mathematik
als Bildungsgrundlage” die Bedeutung von
Paradoxien...

F. Dürrenmatt hat sich im Drama „Die Physiker“
ausführlich mit Paradoxien beschäftigt :
“Paradoxe Geschichten sind zwar grotesk aber
nicht absurd (sinnwidrig). Wer dem Paradoxen
gegenübersteht , setzt sich der Wirklichkeit aus”.

Selbst die moderne Mathe kann Paradoxien nicht
vermeiden : Einerseits herrscht die formale Schule ,
die alle Bedeutungen ausschließen will , anderseits
beruht das Interesse an Mathe gerade auf ihrer
Bedeutung !

Die Tatsache , daß sich allgemeine Probleme
manchmal leichter als spezielle lösen lassen ,
wird von G. Polya als „Paradoxie des Erfinders“
bezeichnet.

Das pädagogisches Fehlerparadoxon besagt , daß
man Fehler zulassen muß , um sie zu vermeiden !