Mathespiele

 Wir stellen drei Spiele mit mathematischem Hintergrund
   or : Mastermind , ein Springerspiel und Eleusis.
  
 Was reizt uns an Spielen ? Warum spielen wir überhaupt ?
  Was bringt uns dazu , oft stundenlang zu spielen ? Wo
bleibt die Langeweile , wenn wir immer dasselbe spielen ?
Auf diese Fragen gibt es keine allgemein gültige Antwort.
Der Dichter Schiller sagte , dass der Mensch nur da ganz 
                   Mensch sei , wo er spiele.                
  

 

 Mastermind
Mastermind (deutsch : superhirn) ist ein Deduktionsspiel ; es
wurde 1970 erfunden und ist in mehreren Varianten erhältlich.
Spielprinzip : Ein Spieler (der Codierer) legt zu Beginn einen
geordneten Farbcode fest. Der andere Spieler (der Rater)
versucht den Code herauzufinden.
Ein guter mastermind-spieler benötigt Kombinationgabe und
logisches Denkvermögen.
Die Suchstrategie kann mit verschiedenen Gesichtspunkten
optimiert werden : als worst-case-optimierung , als average-
case-optimierung oder durch eine minimax-strategie.
Superhirn und (super) mastermind gibts auch online !!


Das Springer Spiel
      Zwei weiße und zwei scharze Springer             W      W
befinden sich in den Ecken
             eines kleinen 3 x 3 Schachbretts :              S        S

Mit so wenig Zügen wie möglich sollen die weißen
und schwarzen Springer ihr Plätze austauschen - die
Springer müssen wie im Schachspiel bewegt werden.
Trial and error strategien enden meistens im Chaos !
Es kommt auf die Reihenfolge der Züge an ! Du brauchst
eine gute Strategie (z.B. die Springer abwechselnd im
Uhrzeigersinn zu bewegen). Schaffst du es mit 16 Zügen ?

Stelle das Problem deinen Freunden ; du wirst sehen ,
daß sie Probleme mit dem Spiel haben !

 

Das Spiel Eleusis
wird mit normalen Spielkarten (52 Karten) gespielt. Ein
Spieler teilt die Karten aus , spielt aber selbst nicht mit.
Er ist der “Gesetzgeber” , der eine geheime Regel für die
richtige Reihenfolge der Karten aufstellt ; zur späteren
Kontrolle schreibt er diese Regel auf einen Zettel.
Die letzte Karte legt der Gesetzgeber offen auf den Tisch.
Sie ist der “Starter”. Jeder Spieler darf der Reihe nach
eine Karte aufgedeckt an die bereits aufliegenden anlegen ,
falls der Gesetzgeber “richtig” sagt. Sagt der Gesetzgeber
“falsch” , legt der Spieler die Karte aufgedeckt vor sich hin.
diese Karten werden beim zweiten Durchgang benutzt.
Gewinner ist , wer zuerst seine Karten loswird , ohne
dass er notwendigerweise das geheime Gesetz kennt.
Wer glaubt , das Gesetz gefunden zu haben , meldet sich
sofort. Hat er recht , so ist er der wahre Gewinner !
Ein Beispiel für ein geheimes Gesetz : Ist die letzte Karte
der Reihe rot , spiele schwarz. Ist sie schwarz , spiele rot !
Übrigens : beim Anlegen der Karten ist alles erlaubt , was
nicht durch das geheime Gesetz verboten ist.
Am Anfang kann der Gesetzgeber einige Winke geben.
Später hüllt er sich in Schweigen. Er verhält sich wie die
Natur , der wir ihre Geheimnisse entreißen wollen ; oder
wie der göttliche Gesetzgeber , dessen Stimme nur Beg-
nadete vernehmen....
Es gibt viel neue Varianten dieses Spiels. Eine geht so :
Jemand denkt sich eine Gesetz für eine Zahlenreihe aus.
Er schreibt eine Startzahl auf ein Blatt Papier.
Die anderen dürfen nun der Reihe nach Zahlen anfügen ;
ist diese falsch , wird sie durchgestrichen......