Carl Friedrich Gauss

war nicht nur wegen seiner Mathe-Künste sondern
auch wegen seiner Wetterprognosen bekannt , die
sich jedoch in mehr als 50 % aller Fälle als falsch
erwiesen.

Eines Tages hörte Gauss , daß ein Schäfer in der
Umgebung bessere Wetterprognosen abgab als er
selbst. Er war darüber verwundert und wanderte
eines Tages zu dem Schäfer vor der Stadt.

Gauss fragte : „Wie kommt es , daß er so gute
Wetterprognosen abgäbe , obwohl er doch viel
weniger wisse als er“ ? Der Schäfer antwortete :
„das ist ganz einfach ; ich sage immer das Gegen-
teil von dem was Sie sagen“. Gauss soll damals
sehr verduzt geguckt haben !

Gauss hatte wenig Sinn für Musik , im Gegen-
satz zu seinem Freunde Pfaff , der ein großer
Musikliebhaber war. Er versuchte Gauss immer
wieder zum Konzertbesuch zu bewegen.Endlich
hatte sein Drängen Erfolg ; beide hörten sich die
Neunte von Beethoven an. Nachdem die Sinfonie
zu Ende und der gewaltige Schlusschor verklun-
gen war fragte Pfaff Gauss um seine Meinung.
Gauss antwortete : “Und was ist damit bewiesen ?”

 

Norbert Wiener

berühmter Mathematiker und Vater der Kybernetik
war Professor an der renommierten MIT in Boston.
Er war auch berühmt wegen seiner Vergesslichkeit :

Norbert Wiener wurde auf dem Campus der Uni
von einem Studenten wegen einer mathematischen
Frage angesprochen. Wiener blieb stehen und erör-
terte mit dem Studenten das Problem. Als sie fertig
waren , fragte er : “Bin ich aus dieser oder aus der
entgegengesetzten Richtung gekommen , als Sie
mich ansprachen ?” Der Student nannte ihm die
Richtung , aus der er gekommen war. “Aha” sagte
Wiener , “dann habe ich noch nicht gegessen”
und setzte seinen Weg in Richtung der Mensa fort.

Norbert Wiener sitzt in der Unibibliothek als eine
junge hübsche Dame strahlend auf ihn zu kommt.
“Wie geht es Ihnen Professor Wiener ?” Wiener
schaut verwirrt auf. Darauf die junge Dame :
“Kennen Sie mich nicht mehr , Herr Professor ?
Ich war doch in Ihrer Vorlesung und am Ende des
Semesters haben Sie mich gefragt , ob ich Ihre
Frau werden wolle”. Plötzlich blitzt Interesse in
Wieners Augen auf und er fragt :
“Und haben Sie angenommen ?”

 

David Hilbert

Hilbert hatte abends Gäste im Haus und kam die
Treppe herunter , jedoch ohne Krawatte , was
seine Frau gerade noch rechtzeitig bemerkte und
ihn wieder nach oben schickte , um sich einen
Schlips umzubinden. Alle warteten , doch wer
nicht kam , war D Hilbert. Nach einer Dreivier-
telstunde ging sie schliesslich ins Obergeschoss
und sah ins Schlafzimmer. Hilbert lag seelen-
ruhig im Bett und schlief. Was war geschehen ?

Hilbert war die Treppe hinaufgestiegen , ins
Schlafzimmer gegangen , und hatte begonnen ,
sich die Jacke auszuziehen. Ganz in Gedanken
hat er sich dann immer weiter ausgezogen ,
seinen Pyjama angezogen , und war , nichts
natürlicher als das , ins Bett gegangen. Gäste
und Abendgesellschaft hatte er total vergessen.

D. Hilbert hatte seinerzeit eine große Schülerzahl
um sich gesammelt. Eines Tages erfuhr er , daß
einer seiner Schüler die Mathematik an den Nagel
gehängt habe und unter die Dichter gegangen sei.
Hilbert sagte dazu : „Das wundert mich nicht ; für
die Mathematik hatte er zu wenig Phantasie , aber
für die Dichtkunst reicht es vielleicht“.

 

Godfrey Harold Hardy

glaubte an Gott , aber er glaubte , dass Gott es
nicht gut mit ihm meinte , sondern alles daran-
setzte , ihm das Leben schwer zu machen.

Als Hardy einmal mit einem unsicheren Boot
über die stürmische See von Norwegen nach
England reisen mußte , schrieb er eine Postkarte
an einen norwegischen Kollegen mit den Worten :
“Ich habe die Hypothese von Riemann bewiesen”.

Das war natürlich unwahr , aber Hardys Kalkül
war der folgende : Wenn das Schiff unterginge ,
würden alle glauben , dass er die Hypothese von
Riemann bewiesen hätte , und dass der Beweis
unglücklicherweise mit ihm unwiederbringlich
versunken wäre. Das hätte ihn unglaublich
berühmt gemacht.

Er war überzeugt davon , dass Gott ihm diesen
Ruhm nicht gönnen würde und daher das Schiff
sicher nach England gelangen würde.

John v Neumann und die Fliege

Wenn man John von Neumann ein Problem stellte ,
begann er in einem gewissen Stadium von einem
auf den anderen Fuß zu tänzeln. Diese Angewohn-
heit führte auf seinen Cocktailparties nicht nur zu
einigen verschütteten Drinks , sie gehört auch zu
einer der besten Stories über ihn - seiner Reaktion
auf das Fliegenproblem.

Als man John von Neumann dieses Problem stellte ,
begann er wie üblich zu tänzeln und antwortete
sofort : “15 km.” “Oh , Sie kennen den Trick bereits”,
meinte der Fragesteller enttäuscht. “Was für einen
Trick ?” fragte von Neumann zurück. “Ich habe
einfach die unendliche Reihe aufsummiert.”

 

   Die folgende Karikatur von Horst Haitzinger zeigt
      die Mathematiker als aussterbende Spezies

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